Shanti, Chakra, Shavasana – Mediathek wird zum Yoga-Studio

WhatsApp, Instagram und Snapchat. Das Internet und die sozialen Netzwerke machen das Leben immer schneller und hektischer. Gerade für die jüngeren Generationen sind die Plattformen oft Zentrum der täglichen Aufmerksamkeit. Wenn dann noch der Stress in der Schule, von Zuhause oder aus dem Freundeskreis dazukommen, wissen so manche Heranwachsende nicht mehr wo ihnen der Kopf steht. Um hier entgegenzuwirken wurden die Teilnehmerinnen der Yoga-AG an der Gesamtschule Mücke in der Mediathek der Schule jüngst zu einer Yoga-Stunde der besonderen Art begrüßt. Hierbei konnten die Schülerinnen jeglichen Leistungsdruck und Ballast einmal hinter sich lassen und sich nur auf sich selbst konzentrieren: Mit allen Sinnen mal wirklich im Hier und Jetzt – bei sich selbst – ankommen. Ziel dieser Yoga-Einheit war es den Mädchen die Möglichkeit zu geben, neue Eindrücke zu gewinnen und kurz in die Welt des Yoga einzutauchen.

Am Anfang der Stunde stand eine spielerisch-rhythmische Runde Stopptanz um die Stimmung aufzulockern und die müden Knochen in Gang zu bringen. In der anschließenden Yoga-Einheit lernten die jungen Teilnehmerinnen einzelne Übungen (Asanas) wie den Sonnengruß oder aber den Baum, die Konzentration auf die eigene Atmung und den gesamten Körper hatten dabei stets Priorität.  Einige der jungen Frauen machten eine wirklich gute Figur. Für andere waren die Bewegungsabläufe jedoch etwas befremdlich. Genau da wurden sie zu Beginn der Stunde von Yoga-Lehrerin Ina Samtleben abgeholt – jeder solle nur auf sich selbst achten. Denn beim Yoga ginge es nicht um den Vergleich oder einen sportlichen Wettbewerb, sondern schlicht um die Wahrnehmung des eigenen Körpers und Geistes. Die gezielten Übungen bringen Kraft und Ruhe. Sie stärken den Körper und schaffen neues Selbstvertrauen, Vertrauen in den eigenen Körper und helfen beim Kennenlernen der eigenen Gefühle und Bedürfnisse. AG-Leitung Christina Menz-Kühnl hatte viel Freude daran etwas Neues mit den Mädchen auszuprobieren. Für sie war es spannend mitzuerleben, wie die jungen Frauen auf ungewohntes reagieren: „In unserer immer verrückter werdenden Welt fehlt manchmal die Zeit sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Daher war es so angenehm, sich nur mit sich selbst auseinander zu setzen, um einfach mal die Gelegenheit zu erhalten den Alltagsrummel zu vergessen.“ Die abschließende Fantasiereise – manche waren so entspannt, dass sie gar nicht wieder aufstehen wollten – rundete den gelungenen Nachmittag ab und alle gingen positiv gestärkt nach Hause.

Die Teilnehmerinnen bedankten sich herzlich bei ihrer ‚neuen Lehrerin‘ Ina Samtleben, die den Schülerinnen das Yoga in kurzer Zeit näherbringen konnte. „Den eigenen Körper und vor allem den Atem wieder spüren lernen; die eigene Intuition entdecken und ihr folgen; für diesen Moment einfach mal nichts optimieren wollen, sondern alles gut sein lassen, wie es gerade ist. Das sind für mich die Argumente warum Yoga mit Jugendlichen so enorm wertvoll und kostbar ist“, sagt Yoga-Lehrerin Ina Samtleben. Nachdem sie im Jahr 2011 ihre Leidenschaft für die indische Lehre geistiger und körperlicher Übungen für sich entdeckt hatte, war ihr schnell klar, dass sie diese teilen möchte. Im Sommer 2016 fiel dann ihre Entscheidung, eine Ausbildung zur Yogalehrerin zu machen. Seit zwei Jahren unterrichtet sie nun schon und gibt seit vergangenem Jahr regelmäßig Yoga-Kurse und Einzelstunden in ihrem eigenen Yoga-Studio. Darüber hinaus werden etwa alle vier bis sechs Wochen spezielle Yoga-Nachmittage und ein- bis zweimal jährlich auch Yoga-Wochenenden von der jungen Yogini angeboten. Auch die örtlichen Schulkinder konnte Ina Samtleben bereits für das Yoga begeistern. Neben den beiden Schnupperstunden an der Gesamtschule Mücke, steht aktuell eine fixe Yoga-AG für die Nieder-Ohmener Grundschüler auf ihrer Agenda. Zu ihrem Stil sagt sie: „Ich versuche in meinen Yogastunden immer die Aspekte Kraft & Leichtigkeit zu vereinen. Mein Yoga-Stil ist geprägt von Vinyasa Yoga, das sich durch dynamische & fließende Bewegungen auszeichnet. Ich bringe aber auch immer wieder Asanas mit ein, die länger gehalten werden. Jede meiner Yoga-Stunden endet mit einer Schlussentspannung.“ Bei Interesse können Sie gerne auf ihrer Internetseite etwas stöbern. Hier finden sie auch alle weiteren Informationen von und über ,Yogaina‘ und können bei Interesse auch Kontakt herstellen: www. yogaina.net. – Namesté.

Frankreichaustausch 2019: Eine sehr erlebnisreiche Woche in Charleville-Mézières

Etwas müde, doch sehr zufrieden und mit vielen schönen Erinnerungen an eine aufregende Woche in ihren französischen Gastfamilien kehrten 11 Schülerinnen der Gesamtschule Mücke am 10. Mai zurück in ihre Heimat. Gemeinsam mit Schülern der Geschwister-Scholl Schule in Alsfeld und drei Lehrkräften hatten sie ihre Austauschpartner des Collège Saint Jean Baptiste de la Salle in der Hauptstadt der französischen Ardennen besucht und eine Woche in ihren Familien verbracht. Die deutschen und französischen Jugendlichen hatten sich bereits während des einwöchigen Besuchs der Franzosen im Vogelsbergkreis Mitte März kennengelernt, und dieser Kontakt konnte nun noch vertieft werden.

Während dieser Woche wurde den Schülern ein vielfältiges und sehr abwechslungsreiches Programm geboten. Einerseits erhielten die deutschen Schüler vor allem durch den gemeinsamen Schulbesuch mit ihren Austauschpartnern einen Einblick in den Schulalltag in unserem französischen Nachbarland. Zudem stand eine Erkundung der Hauptstadt der Ardennen, die unter anderem für ihre Marionettenkunst sowie den berühmtesten Sohn der Stadt, den bedeutenden französischen Dichter Arthur Rimbaud, bekannt ist, mit Hilfe einer Stadtrallye auf dem Programm. Der unterrichtsfreie Feiertag am 8. Mai (Fête de la Victoire) wurde in den Gastfamilien ganz unterschiedlich mit individuellen Aktivitäten gestaltet wie beispielsweise der Erkundung der nahen Umgebung, einem Besuch im angrenzenden Belgien, sportlichen Aktivitäten oder sogar einem Tagesausflug in die französische Hauptstadt Paris. Einen besonderen Eindruck bei den Schülern hinterließ ferner die Exkursion nach Reims und der damit verbundene Besuch des Museums der Kapitulation. Dort wurden die Schüler zuerst mit Hilfe eines Films über die geschichtlichen Zusammenhänge während des zweiten Weltkriegs informiert, die zur Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde durch das Naziregime führten. Im Anschluss hieran konnten sie den im Originalzustand belassenen Ort dieses historischen Ereignisses, welches das Ende des zweiten Weltkrieges einläutete, besuchen. Danach wurde die gotische Kathedrale Notre-Dame gemeinsam besichtigt. Sie war im Laufe der Geschichte der Ort vieler historischer Ereignisse wie beispielsweise der Königskrönungen. Vor allem ihre bunten imposanten Kirchenfenster, die von bedeutenden Künstlern aus aller Welt entworfen wurden, werden heute täglich von unzähligen Touristen bewundert. Nach einer kurzen Zeit zur freien Erkundung der zentralen Einkaufsstraße im Herzen der Stadt, die bei allen Schülern begeistert zum Kauf des einen oder anderen Souvenirs genutzt wurde, beendete diesen erlebnisreichen Tag der Besuch des Automobilmuseums in Reims. Hier bestaunten die Jugendlichen die über 200 hauptsächlich französischen sowie auch einige bekannte Fahrzeuge ausländischer Hersteller, die ab dem Jahre 1908 bis heute gebaut wurden.

Wie jedes Jahr vergingen die gemeinsamen Tage mit den französischen Austauschpartnern aufgrund dieses abwechslungsreichen Programms und der vielen interessanten Einblicke in das Leben in unserem Nachbarland wie im Fluge. Allen Schülern bleibt die Erinnerung an eine wirklich gelungene Schülerbegegnung. Freundschaften wurden geknüpft und intensiviert. Manche Teilnehmer planen bereits ein baldiges Wiedersehen mit ihrem Austauschpartner in Schulferien, so dass die deutsch-französische Freundschaft auch dank dieses Schüleraustausches im Vogelsberg weiterleben wird.