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„MEINE PHILOSOPHIE MUSS IN MIR SELBST, UND NICHT IM VERSTAND ANDERER GEGRÜNDET SEIN.“ (IMMANUEL KANT)

 

 

Die Anregung zum eigenen Denken – dies ist die wichtigstes Maxime und Leitlinie des Ethikunterrichtes und vielleicht sogar des schulischen Lernens im Allgemeinen. Nur hierdurch können die Schülerinnen und Schüler schrittweise zu eigenen Werturteilen und Handlungsentscheidungen gelangen, die in der pluralistischen Welt der Moderne umso wichtiger sind.

Ethik (griech. éthos = Sitte, Brauch) als philosophische Disziplin stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Daher ist die Freiheit, die eigene Meinung äußern zu dürfen, Grundvoraussetzung eines guten Ethikunterrichts. Ethik sammelt Meinungen, sie beschreibt die verschiedenen Phänomene der Moral in verschiedenen Kulturen, sie ist also deskriptiv tätig. Sie fragt allgemein: Was soll ich tun? Warum ist diese Handlung richtig?

Ethik nimmt aber auch Stellung. Dank ihres normativen Charakters unterwirft sie Manifestationen des Verhaltens einer kritischen Prüfung und sucht nach Formen und Prinzipien des „richtigen“ und „guten“ Verhaltens. Der Ethik den Vorwurf der Indifferenz und Beliebigkeit zu machen, ist also absurd. Ethik sucht nach festen Standpunkten, kann diese auch entschieden vertreten und versucht, die nötige Tiefe im Denken und Abstraktionskompetenz zu trainieren.

Seit dem Schuljahr 2014/2015 wird das Fach Ethik an der GSM als Alternative zum Religionsunterricht angeboten. Was zuerst mit sieben Schülerinnen und Schülern unter Federführung von Frau Grundmann begann, ist nun vollwertiger Bestandteil jedes Jahrgangs. Ein Wechsel vom Religions- in den Ethikunterricht ist in der Regel zum Anfang eines Schuljahres möglich.

 

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