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Der Digitalpakt für Schulen macht auch vor ländlichen Schulen wie der Gesamtschule Mücke nicht halt. Die Umsetzung obliegt den Schulen, den angeschlossenen Medienzentren, den Schulträgern und nicht zuletzt den vielen, oftmals von viel Idealismus getriebenen pädagogischen und nichtpädagogischen Hilfskräften, die im Sinne der Schülerinnen und Schüler versuchen, diesem zukunftsprägenden Personenkreis eine fundierte Bildung unter Zuhilfenahme digitaler Medien und Produkte zu ermöglichen.
Die Gesamtschule Mücke war die erste Schule im Vogelsbergkreis, welche Ende der 80er Jahre mit den ersten Schulcomputern ausgestattet wurde. Unterrichtliche und didaktische Konzepte waren nicht vorhanden und die pädagogische Arbeit beruhte auf Erfahrungen, Gedankenaustausch und dem Prozess des voneinander Lernens. SchülerInnen, Lehrkräfte, Eltern und alle am Bildungsprozess beteiligten Personen nutzten die plötzlich vorhandenen neuen Medien aus Neugier und entdeckten die Anfänge der Digitalisierung im täglichen Trial and Error Prozess.
Neue Unterrichtsmöglichkeiten weckten Begehrlichkeiten sowohl bei Schülerinnen und Schülern, als auch bei allen anderen am Bildungsprozess beteiligten Personen. Finanzielle Unterstützung wurde im Vogelsbergkreis stets großgeschrieben, und so konnte man im Laufe der folgenden Jahre und Jahrzehnte eine sich stetig weiterentwickelnde Medienlandschaft und den damit verbundenen Medienkompetenzen etablieren.
Seit einigen Jahren hat sich im Rahmen der verstärkt genutzten modernen und mittlerweile auch sehr zuverlässig arbeitenden digitalen Medien das klassische Lehrerbild stark verändert.
Vom ursprünglichen oft verpönten Frontalunterricht ist auch dank der neu entwickelten pädagogischen Konzepte im Bereich der Didaktik und Methodik nur sehr wenig geblieben. Lehrkräfte fungieren zusehends als Mentoren, Berater und Lernbegleiter, denen es vorbehalten bleibt, Schülerinnen und Schüler bei der Aneignung von Wissen ihren Neigungen entsprechend zu unterstützen und Wege zum effektiven Lernen aufzuzeigen. Der oft mit schweren Schulbüchern beladene Schulranzen wird sukzessive durch digitale Arbeitsmaterialien wie z.B. iPADs ersetzt und eine funktionierende Infrastruktur im Bereich der schulischen Netzwerke vereinfacht den zukünftigen papierlosen Datenaustausch erheblich.
Ohne regelmäßige Fortbildungen in den Schulen wird es nicht vorangehen, wobei es nicht primär um die Schulung im Umgang mit Hard- und Software geht, sondern darum, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie der Unterricht verändert werden kann, wie sich neue digitale kollaborative Möglichkeiten eröffnen, wie sich individuelle Förderung und die Öffnung des Klassenraumes umsetzen lassen.
Bereits heute sind Medienbausteine und digitale Unterrichtsinhalte im Lehrplan der Schule verankert. Hier gilt es zu evaluieren und eine zukunftsorientierte Fortbildungsplanung zu erstellen.

 

Im Folgenden finden Sie das vollständige Medienbildungskonzept