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Bild: Hessisches Landestheater Marburg 

 

HAST DU SCHONMAL EIN ROTKEHLCHEN BEI DER PASSKONTROLLE GESEHEN? ICH NÄMLICH NIE.

Dodo – AM HAFEN MIT VOGEL

In den vergangenen Wochen haben sich die Klassen 8Ga und 8Gb im Deutschunterricht mit dem Theaterstück „Am Hafen mit Vogel“ nach einer Inszenierung des Hessischen Landestheaters Marburg beschäftigt. Das Kindertheaterstück behandelt die Frage nach der Freiheit und dem grenzenlosen Reisen – ein Thema, welches uns gerade in einer solchen Zeit, in der wir alle scheinbar an den Schreibtisch gefesselt sind und das unbeschwerte Reisen so entfernt wie schon lange nicht mehr scheint, beschäftigen sollte. Darüber hinaus ist es in dieser Zeit sicherlich auch von Bedeutung, Künstler und Freischaffende zu unterstützen und so gleichermaßen den tristen und demotivierenden Unterrichtsalltag mit Videokonferenzen und Abgabeterminen ein wenig aufzulockern.

Im Folgenden finden Sie/ findet ihr einige Rezensionen der SchülerInnen, die hoffentlich dazu anregen, auch mal wieder ein Theaterstück zu besuchen – auch wenn es nur digital ist!


In der ersten Stunde nach den Sommerferien erzählt Nanina: „Also, ich bin diesen Sommer zum ersten Mal geflogen.“ Sie ist sogar in ein anderes Land geflogen und hat dafür einen eigenen Pass bekommen. Aber, was genau ist Fliegen und wie geht es? Reicht der Pass alleine schon aus, um zu fliegen? Und wer ist eigentlich diese Dodo, die sie im Transitbereich des Flughafens kennenlernt? Die behauptet nämlich: „Ich bin eine Kosmopolitin.“ Aber was ist eine Kosmopolitin?

Im Transitbereich des Flughafens lebt Dodo „zwischen den Grenzen“. Sie bleibt immer dort, obwohl sie sich als Kosmopolitin bezeichnet, also überall zuhause ist. Nanina bezeichnet Dodo darüber hinaus als „Kosmospilotin“, also jemanden, der überall hinfliegen kann. Aber der Dodo ist doch ein „flugunfähiger Vogel“…

Das Abenteuer am Flughafen war für Nanina so spannend, dass sie in der Schule unbedingt davon erzählen muss. Dabei wird das Publikum zum Mitspielen aufgefordert. Frei nach dem Kinderspiel „Alle Vögel fliegen hoch…“ macht man sich beispielsweise gemeinsam Gedanken über das Fliegen.

In ihrem ersten Theaterstück macht sich Anah Filou Gedanken über den Sinn und Unsinn von Grenzen und inszeniert ein fantasievolles Theaterstück für junge Menschen ab 7 Jahren und alle, die gerne verreisen. Die Hauptdarstellerin lässt die Kinder im Publikum an ihren Erfahrungen teilhaben, wie es sich anfühlt, das erste Mal zu fliegen. Die Schauspieler haben sichtlich Freude am Spielen mit der Sprache und entführen das Publikum in eine fantastische und fantasievolle Welt aus Worten. Durch die wenigen Schauspieler und das einfache Bühnenbild kommen die Sprachspiele besonders gut zur Geltung, sodass das Stück „Am Hafen mit Vogel“ zu einem wundervollen Theatererlebnis für Jung und Alt wird.

– Noemi, 8Ga


„Ich bin diesen Sommer zum ersten Mal geflogen.“

Mit dem Theaterstück „Am Hafen mit Vogel“ von der Wiener Nachwuchsautorin Annah Fliou, das am 17. März 2019 am hessischen Landestheater Marburg uraufgeführt wurde, werden Themen wie das Fliegen, die Notwendigkeit von Pässen und Grenzen sowie die Bedeutung einer Transitzone kindgerecht dargestellt und teilweise in Frage gestellt.

Schülerin Nanina berichten in der ersten Stunde nach den Sommerferien von ihrem ersten Flugerlebnis. Gemeinsam mit ihrem Vater hat sie zum ersten Mal ihre nach Zimt und Koriander riechende Oma besucht, die sieben oder acht oder neun Länder entfernt wohnt. Nanina erhält zum ersten Mal einen Reisepass, auf den sie gut achtgeben soll, um flugfähig zu sein. In der Transitzone am Flughafen lernt sie Dodo kennen, die sich selbst als Kosmopolitin bezeichnet. Dodo muss in der Transitzone bleiben, weil sie keinen Pass besitzt. Gemeinsam gehen Nanina und Dodo den Fragen nach der Bedeutung von Ländern und Grenzen nach. „Wer hat schonmal ein Rotkehlchen bei der Passkontrolle gesehen?“

Mit lustigen Sprachspielen nimmt die Autorin Annah Fliou die Zuschauer mit auf die spannende erste Erfahrung des Fliegens. Trotz des auf das Nötigsten reduzierten Bühnenbildes und minimaler Technik gelingt es den Darstellern, die mehrere Rollen übernehmen, die Geschichte bildhaft und fantasievoll zu vermitteln. So sorgt ein Flügel nicht nu für die musikalische Begleitung, sondern wird auch geschickt in Naninas Zuhause sowie das Flugzeug umfunktioniert.

„Am Hafen mit Vogel“ ist ein gelungenes Theaterstück für Groß und Klein, das die Ersterfahrung des Fliegens spannend darstelle und zum Nachdenken über die Bedeutung von Ländergrenzen anregt.

– Mateo, 8Ga


Stell dir vor, dass die Welt eins ist und es keine Grenzen gibt. Denn wer hat schonmal ein Rotkehlchen bei der Passkontrolle gesehen? Um diese Frage dreht sich alles im Stück „Am Hafen mit Vogel“ von Anah Filou, welches vom Hessischen Landestheater in Marburg inszeniert wurde.

Das Stück beginnt damit, dass ein Mädchen namens Nanina und ihr Schulfreund in der ersten Stunde nach den Ferien Deutschunterricht haben. Nanina erzählt, dass sie in den Sommerferien zusammen mit ihrem Vater zu ihrer Oma geflogen ist. Am Flughafen mussten sie allerdings lange warten, in der sogenannten Transitzone, wo Nanina Dodo kennenlernt. Dodo ist Kosmopolitin und ein großer, aber flugunfähiger Vogel. Dodo hat keinen Reisepass, obwohl sie auch gerne ihre Oma besuchen würde und steckt  in der Transitzone, einem Ort, der an alle Länder aber doch an keine angrenzt, fest. So träumt Dodo, dass es eine Welt ohne Grenzen gibt und die Welt eins ist. Denn wer hat schonmal ein Rotkehlchen bei der Passkontrolle gesehen?

Insgesamt gibt es im Stück lediglich drei Darsteller. Die erste Schauspielerin spielt nur das Schulmädchen Nanina, die zwei Frau spielt die Lehrerin und Dodo und der Mann spielt Naninas Schulfreund Ako und Naninas Vater. Besonders der Rollentausch von Ako zu Naninas Vater und umgekehrt verlief sehr schnell, aber trotzdem sehr deutlich, da Ako einen weißen Fahrradhelm trägt und dieser für den Vater nur abgenommen werden muss.

Das Bühnenbild ist nicht kompliziert aufgebaut. Während des ganzen Stücks steht ein schwarzer Flügel auf der Bühne, der jedoch nicht nur zum Klavierspielen gebraucht wird.

In dem Publikum sitzen viele Kinder, aber auch Erwachsene. Die Kinder schauen den Darstellern mit großen Augen zu und sind begeistert

Das Stück umfasst ein interessantes Thema, das zum Träumen anregt, nämlich wie eine Welt ohne Grenzen und Fahnen wäre. Die Darsteller haben sehr gut gespielt, da sie schnell von einer Rolle in die andere schlüpfen mussten, Seltsam war jedoch, dass eine erwachsene Frau die Rolle eines kleinen Schulmädchens gespielt hat, hier hätte mir ein junges Kind besser gefallen.

Alles in allem ist „Am Hafen mit Vogel“ ein gutes Theaterstück, was sicherlich vor allem Familien mit kleineren Kindern gefallen wird.

– Anna, 8Gb

Am Hafen mit Vogel